Die geodätische Vermessung von Stromleitungen

Die geodätische Vermessung von Stromleitungen, oder allgemeiner gesagt, geodätische Arbeiten im Zusammenhang mit Stromleitungen, sind ein Beispiel für eine der spezialisiertesten Tätigkeiten der Geodäten.

Unser Konsortium arbeitet seit vielen Jahren mit polnischen und ausländischen Firmen, die Arbeiten beim Bau von neuen oder bei der Modernisierung der bestehenden Stromleitungen sowie bei der Modernisierung von Hochspannungsübertragungsleitungen führen. Es handelt sich hier um Arbeiten, die auf dem Gelände der größten polnischen Kraftwerke wie das Kraftwerk Ostrołęka oder das KraftwerkKozienice – SwierżeGórne geführt werden.

Die am häufigsten vorkommenden Arbeiten bei der Modernisierung der Stromleitungen sind sog. OPGW-Projekte. Es handelt sich hier um den Austausch von Blitzschutzkabeln gegen hochmoderne Zweifunktionskabel. Das sind Faserkabel, die mit einer Blitzschutzfunktion verbunden sind. Die Aufgabe des Geodäten besteht in der Vermessung der Kabeldurchhänge unter Berücksichtigung der Temperatur, des Drucks und der Feuchtigkeit. Zu derartigen Vermessungen ist der Einsatz von geodätischen Geräten mit höchster Genauigkeit erforderlich.

Je nach Auftrag sind Vermessungen der Liniendurchhänge, der Höhe der Punkte der Aufhängung der Kabel, der Masthöhen, des Querschnitt der Leitungen, die Vermessung der sämtlichen oberirdischen Elemente, die mit der Stromleitung nicht verbunden sind, wie Bäume, Gebäude, Umzäunung etc.

Die Vermessung nehmen wir auf unterschiedliche Weise vor – von klassischen Methoden bis hin zu Laserscaning (3D-Modell). Wir nutzen auch die Möglichkeiten von unbemannten Flugzeugen zur Inspektion von schwer zugänglichen Orten.

Bei dem Bau von neuen Stromleitungen werden standardmäßige Verfahren eingesetzt, die in Artikeln über die Betreuung des Baus und die Bestandsaufnahme nach der Ausführung beschrieben sind.